Mittwoch, August 19
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Die neue Studie von Swissmechanic und BAK Economics zeigt: Die Schweizer MEM-Industrie hat sich über ein Jahrhundert hinweg immer wieder erfolgreich an neue Herausforderungen angepasst. Doch die Rahmenbedingungen verändern sich – und mit ihnen auch die Anforderungen an den Branchenverband.

Weltwirtschaftskrise, zwei Weltkriege, Ölkrisen, Finanzkrise, Frankenschock, Pandemie oder geopolitische Spannungen: Kaum eine Branche war in den vergangenen 100 Jahren so regelmässig mit Krisen konfrontiert wie die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM). Trotzdem gehört sie bis heute zu den tragenden Säulen des Werkplatzes Schweiz. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Swissmechanic und BAK Economics, die erstmals ein Jahrhundert Industriegeschichte umfassend analysiert.

Die historische Auswertung zeigt: Trotz zahlreicher wirtschaftlicher und politischer Krisen hat die Schweizer MEM-Industrie ihre reale Wertschöpfung seit 1925 mehr als versiebenfacht. Die Daten zeichnen damit ein differenzierteres Bild als die oft geführte Diskussion über einen generellen Niedergang der Industrie. Vielmehr belegt die Studie eine aussergewöhnliche Anpassungsfähigkeit der Branche über Generationen hinweg. Gleichzeitig verlief diese Entwicklung nicht für alle Unternehmen gleich. Die Studie zeigt einen deutlichen Strukturwandel innerhalb der MEM-Industrie: Grössere Unternehmen konnten sich über längere Phasen besser behaupten, während insbesondere KMU stärker unter dem Anpassungs- und Wettbewerbsdruck standen. «Die Schweizer MEM-Industrie hat ihre Stärke immer wieder unter Beweis gestellt. Entscheidend war nie das Ausbleiben von Krisen, sondern die Fähigkeit, sich laufend an neue Rahmenbedingungen anzupassen», sagt Erich Sannemann, Direktor von Swissmechanic.

Herausforderungen werden komplexer

Während Unternehmen in der Vergangenheit meist auf einzelne Krisen reagieren mussten, zeigt die Studie eine neue Entwicklung: Heute wirken verschiedene Belastungsfaktoren gleichzeitig. Wechselkurs, Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten, Fachkräftemangel und eine angespannte Auftragslage erhöhen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen die Komplexität.

Für Swissmechanic ist die Studie deshalb weit mehr als ein historischer Rückblick. Sie liefert eine faktenbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung des Werkplatzes Schweiz – und für die Rolle des Verbands. «Die Herausforderungen verändern sich. Deshalb muss sich auch ein Branchenverband weiterentwickeln. Unsere Aufgabe ist es, die Unternehmen nicht nur zu begleiten, sondern ihre Interessen noch gezielter zu vertreten und sie in einem zunehmend komplexen Umfeld wirksam zu unterstützen», sagt Sannemann.

Die Zukunft aktiv gestalten

Die Studie zeigt, dass die Schweizer MEM-Industrie ihre Wettbewerbsfähigkeit über Jahrzehnte immer wieder unter Beweis gestellt hat. Damit dies auch künftig gelingt, braucht es verlässliche und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen. Dazu gehören unter anderem ein gesicherter Marktzugang, eine wettbewerbsfähige Energiepolitik, möglichst geringe regulatorische Belastungen sowie Planungssicherheit für Unternehmen.

SWISSMECHANIC ist der agile Verband der KMU-MEM-Industrie. Die mehr als 1300 angeschlossenen Betriebe beschäftigen über 65’000 Mitarbeitende, davon 6000 Lernende, und generieren ein jährliches Umsatzvolumen von rund 15 Milliarden Schweizer Franken. Der Verband ist in 13 regionale Sektionen, ein nationales Dienstleistungszentrum, die überregionale Fachorganisation Forum Blech und die assoziierte Organisation Groupement suisse de l’Industrie des Machines (GIM) gegliedert.

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